Pferdeschlachter

Foto: Animaux en Péril

Seit Jahren lesen wir über schockierende Massenschlachtungen von vorwiegend spanischen Pferden.
In diesem Bericht erfahren Sie die wahren Hintergründe, Zahlen und Fakten sowie haarsträubende Zusammenhänge.
 

 

 

 

 

 

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König Philipp II von Spanien auf einem spanischen Hengst 1527-1598, Rubens, Prado, Madrid.

… und dabei begann alles so verheißungsvoll.

Überlieferungen zufolge wussten bereits die alten Griechen, wie später die Römer, die überragenden Tugenden der iberischen Pferde zu schätzen.
Deren Domestizierung und Zucht sich durch Ausgrabungen bis ins achte Jahrhundert vor Christus zurückdatieren lässt.

In einem Kartäuserkloster bei Jerez de la Frontera wurden bereits im Mittelalter die ersten Pferde reiner spanischer Rasse gezüchtet.
Die sogenannten „Cartujanos“ gelten bis heute als die edelste Blutlinie andalusischer Pferde.

Im 17. Jahrhundert galt das spanische Pferd an den Königshäusern Europas als das Schönste, Edelste und Beste der Welt.
Dieser Nimbus eilt seither durch Jahrhunderte hindurch diesen Pferden voraus und ließ sie von da an zu einem tragenden Pfeiler des spanischen Stolzes werden.
Bis heute!

 

2011 wurden in Spanien 30.452 Pferde dieser Rasse in die Schlachthöfe geführt.
2013 waren es bereits über 80.000 Pferde und die Tendenz setzt sich fort.
Wie konnte es so weit kommen?

Die Wirtschaftskrise traf Spanien, wie alle anderen südeuropäischen Länder mit voller Härte.
Der innerspanische Pferdemarkt knickte daraufhin ein. Und die Preise der Verkaufspferde begannen zu verfallen. Zu gleicher Zeit stiegen die Kosten für Zucht, Aufzucht und Ausbildung, wie bereits in den Jahren zuvor.

Die nun günstigen Verkaufspreise kurbelten jedoch den Exportmarkt an, was diese Sparte kurzzeitig vor den gröbsten Verlusten bewahrte.
Als jedoch – und ich möchte an dieser Stelle Österreich als Beispiel anführen – die Abgaben für das „Einstellen von Reittieren“ drastisch erhöht wurden, hatte dies zur Folge, dass sich die Einstellkosten für die Pferdebesitzer innerhalb weniger Jahre nahezu verdoppelten.

Infolgedessen konnten sich viele finanzschwache Personen ihre Pferde nicht mehr leisten.
Während sogenannte Bessergestellte, die sich zuvor zwei bis drei Pferde leisteten, die Anzahl ihrer Tiere reduzierte.

Daraufhin brach der Pferdemarkt praktisch zusammen! Was nicht nur österreichische Züchter in den Ruin oder an den Rand des Ruins brachte. Dieses Szenario breitete sich im ganzen EU-Raum aus.

Am härtesten aber traf es einen der größten Pferdemärkte der Welt, Spanien!
Horrende Transportkosten verursacht durch Road pricing, Mineralölsteuer Lohnnebenkosten, Versicherungen und vieles mehr, tragen dazu bei.

Die wenigen verbliebenen Pferdekäufer drücken nun den Kaufpreis in den Keller.
Denn bei Transport und der Haltung, also das Einstellen, Futter, Hufschmied, Tierarzt …,
gibt es nichts zu verhandeln.

Auf der anderen Seite kostet die Zucht eines Pferdes richtig Geld. Denn es ist nicht einfach nur gutes Futter, das man für die Aufzucht kalkulieren muss.
Mit ein wenig betriebswirtschaftlichem Verständnis wird schnell klar, dass im Preis eines Verkaufspferdes ein aliquoter Anteil sämtlicher im Betrieb anfallender Kosten enthalten sein muss.

Plus eines Gewinnanteils, von dem meistens einige Menschen ihr Dasein fristen müssten.
Dies aber ist schon lange Zeit nicht mehr der Fall!

Die Politik versagt natürlich auch hier entmutigend kläglich. Denn anstatt den geprügelten Züchtern unter die Arme zu greifen, um ihnen über die schwierigste wirtschaftliche Flaute hinwegzuhelfen, presst man ihnen mit neuen und immer höheren Abgaben den letzten Blutstropfen aus der Brust.
Und die immer härter werdenden verwaltungsbehördlichen Auflagen weisen den Weg in eine ernüchternde Zukunft.

Wollen Sie die wahren Hintergründe über das Sterben der spanischen Pferde erfahren, dann lesen Sie meinen nächsten Blog!

Wenn Sie dieser Beitrag berührt, teilen Sie Ihre Meinung mit und lassen Sie uns darüber diskutieren!

 

 

 

 

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